Die Lebensdauer von Produkten nimmt seit Jahren stetig ab. Viele Materialien und Konstruktionen sind weder dafür gedacht, noch nicht dafür gemacht, lange Zeiten zu überdauern. Der Reparaturfähigkeit wird ein immer geringerer Stellenwert beigemessen – Austausch und Ersatz sind zum Normalfall geworden. Komplexe Konstruktionen, schwierige Materialien und industrielle Herstellungsprozesse haben nicht nur im Produktdesign sondern auch in der Architektur dazu geführt, daß eine handwerkliche Reparatur oftmals gar nicht möglich ist. Im Rahmen eines Masterseminars im Studiengang Architektur der Hochschule München wird die Reparaturfähigkeit von Produkten und Konstruktionen diskutiert und überprüft.

Anhand eines kaputten Objektes aus dem eigenen Besitz entwickeln die Studierenden ein Konzept für die Reparatur, anschließend wird es unter Anleitung selbständig repariert. Ziel ist es, einerseits für die Bedeutung der Reparaturfähigkeit und nachhaltigen Entwicklung des Baubestandes zu sensibilisieren und andererseits die zur Verfügung stehenden Einrichtungen, digitalen Fabrikationsmaschinen und -möglichkeiten kennen zu lernen. Das Seminar wird in Kooperation mit dem c-lab der Hochschule München durchgeführt. Auf der Make Munich sollen die Ergebnisse des Seminars ausgestellt und über die Bedeutung der Maker-Szene für die Architektur diskutiert werden.

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